Schweiz · Frühstück und Brunch

Bircher Müesli (Schweizer Übernacht-Haferflocken)

Birchermüesli ist ein kaltes Schweizer Haferflockengericht, das um geriebenen rohen Apfel herum aufgebaut ist.

10 Min.✻2 Portionen✻540 kcal
Bircher Müesli (Schweizer Übernacht-Haferflocken)

Zutaten

  • traditionelle Haferflocken100 g
  • Naturjoghurt vollfett oder griechischer Joghurt150 g
  • Vollmilch100 ml
  • Apfelsaft80 ml
  • mittelgroße Äpfel2
  • frischer Zitronensaft1 EL
  • Honig oder Ahornsirup, plus mehr zum Beträufeln1 EL
  • gemahlener Zimt0.5 TL
  • gemischte Nüsse, grob gehackt30 g
  • Rosinen oder Sultaninen20 g
  • frische Beeren oder saisonales Obst, zum ServierenHandvoll

Zubereitung

  1. 1Den Apfel reiben. Einen Apfel grob reiben — mit Schale. Frisch geriebener roher Apfel — nicht gekocht, nicht getrocknet, nicht püriert — ist das Herzstück des Birchermüeslis. Direkt in die Rührschüssel reiben. Sofort den Zitronensaft über den geriebenen Apfel drücken und umrühren — die Säure verhindert Oxidation und Bräunung und ist wesentlich für den Geschmack des fertigen Gerichts. Der Apfel wird über Nacht weich und verbindet sich mit den Haferflocken, dabei gibt er Feuchtigkeit und natürliche Süße ab.
  2. 2Alles vermengen und kühlen. Haferflocken, Joghurt, Milch, Apfelsaft, Honig und Zimt zur Schüssel mit dem geriebenen Apfel geben. Alles gleichmäßig verrühren. Die Mischung wirkt recht flüssig — das ist richtig so. Die Haferflocken saugen die Flüssigkeit über Nacht auf, und die Konsistenz verändert sich vollständig. Die Rosinen jetzt unterrühren, wenn sie weich werden sollen. Wer sie lieber kernig und einzeln mag, gibt sie erst am Morgen dazu. Die Schüssel fest mit Frischhaltefolie abdecken oder die Mischung in verschließbare Gläser oder Behälter füllen. Mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht, kühlen, damit die Haferflocken vollständig durchziehen.
  3. 3Die Konsistenz am Morgen prüfen. Nach der Nacht im Kühlschrank sollte das Birchermüesli dick, cremig und zusammenhängend sein — die Haferflocken vollständig aufgeweicht, der Apfel fast unsichtbar, das Ganze von blassgoldener Farbe. Wirkt es zu dick, einen Schuss Milch oder Apfelsaft unterrühren — die Dicke hängt vom Feuchtigkeitsgehalt des verwendeten Apfels ab. Ist es noch zu flüssig, eine weitere Stunde im Kühlschrank lassen. Die Konsistenz sollte wie ein dicker, kalter Brei sein — weich und cremig, nicht knusprig, nicht matschig.
  4. 4Beläge vorbereiten. Den zweiten Apfel mit Schale in dünne Spalten oder kleine Würfel schneiden. Die Beläge anrichten: frische Apfelscheiben, Beeren, gehackte Nüsse und ein zusätzlicher Honigfaden. Diese werden erst kurz vor dem Servieren zugegeben und nicht vorher untergerührt — der Kontrast zwischen der kalten, cremigen Basis und den frischen, leicht knusprigen Belägen macht das Birchermüesli erst richtig lohnenswert, nicht nur nahrhaft. Vor allem die Nüsse sollten erst im letzten Moment darauf, damit sie knusprig bleiben.
  5. 5Kalt servieren, direkt aus dem Kühlschrank. Birchermüesli wird immer kalt serviert. In Schalen füllen, die Beläge anrichten, Honig darüberträufeln. Es hält sich gekühlt bis zu 3 Tage — die Basis wird am zweiten Tag sogar etwas besser, da sich die Aromen weiter verbinden. Nicht einfrieren (der Joghurt trennt sich beim Auftauen). Wer vorbereiten will, setzt bis zu 3 Tage Basis auf einmal an und gibt jeder Portion beim Servieren frische Beläge dazu.