Deutschland · Vorspeisen und Sandwiches

Currywurst

Currywurst ist Berliner Straßenessen: eine Schweinswurst in Scheiben, unter einer heißen Tomaten-Curry-Sauce und mit Currypulver überstäubt.

30 Min.✻4 Portionen✻460 kcal
Currywurst

Zutaten

  • Bratwurst, mit oder ohne Darm4 Stück
  • Tomatenmark70 g
  • Currypulver15 g
  • Paprikapulver edelsüß5 g
  • Zwiebel1 Stück
  • Rinderbrühe150 ml
  • Weißweinessig20 ml
  • Worcestersauce15 ml
  • Zucker15 g
  • Pflanzenöl20 ml
  • Salz3 g
  • schwarzer Pfeffer2 g

Zubereitung

  1. 1Die Zwiebel fein würfeln und in der Hälfte des Öls bei mittlerer Hitze weich und glasig dünsten, etwa 5 Minuten. Sie soll keine Farbe nehmen: gefragt ist ihre Süße, nicht das Röstaroma.
  2. 2Tomatenmark, Paprikapulver edelsüß und die Hälfte des Currypulvers zugeben. Ein bis zwei Minuten unter Rühren im Fett anrösten, bis das Mark nachdunkelt und geröstet riecht. Edelsüß ist hier das deutsche Pulver, geräuchertes Paprikapulver aus Spanien schiebt die Sauce Richtung Chorizo und weg vom Berliner Imbiss.
  3. 3Die Rinderbrühe und den Essig angießen, dann Worcestersauce, Zucker, Salz und Pfeffer zugeben und dabei den Bratensatz vom Pfannenboden lösen. Brühe und Worcestersauce tragen die herzhafte Seite dieser Sauce, deshalb hat Fruchtsaft hier nichts zu suchen, wo ohnehin schon Zucker hineingeht.
  4. 410 bis 15 Minuten sanft einkochen lassen, bis die Sauce einen Löffelrücken überzieht. Abschmecken und ausbalancieren: süß, sauer und würzig sollen nacheinander ankommen. Für die Imbisskonsistenz glatt pürieren.
  5. 5Während die Sauce zieht, die Wurst garen. Eine rohe Bratwurst mit Darm zuerst 10 bis 12 Minuten in kaum siedendes Wasser legen, dann trocken tupfen und im restlichen Öl bei starker Hitze 3 bis 4 Minuten braun braten. Das ist dieselbe Reihenfolge aus Ziehen und Braten wie bei der normalen Bratwurst, nur mit Wasser statt Bier, weil die Sauce später ohnehin überdeckt, was das Bier gegeben hätte. Eine Brühwurst ohne Darm ist bereits gegart und kommt direkt für 3 bis 4 Minuten ins heiße Fett, bis die Oberfläche bräunt und sich zusammenzieht.
  6. 6Die Würste in mundgerechte Scheiben schneiden. Berlin schneidet eine Wurst ohne Darm, und die weichen Stücke saugen Sauce auf; im Ruhrgebiet bleibt der Darm dran, und jedes Stück setzt beim Biss noch einen kleinen Widerstand entgegen.
  7. 7Die Wurst in flache Schalen häufen, die heiße Sauce darübergeben und großzügig mit dem restlichen Currypulver bestäuben. Dazu Pommes mit einem Streifen Ketchup und einem Streifen Mayonnaise oder ein schlichtes Brötchen, um den Teller auszuwischen.