
Currywurst
Der Berliner Imbissklassiker: aufgeschnittene Bratwurst unter einer heißen, gewürzten Tomatensauce und einer dicken Schicht Currypulver. Die Sauce ist das ganze Gericht, und sie ist kein Ketchup mit eingerührtem Curry — Tomatenmark und Gewürze werden erst im Fett angeröstet und dann eingekocht, bis sie die Wurst umhüllen.
Zutaten
- 4 StückBratwurst
- 70 gTomatenmark
- 15 gCurrypulver
- 5 ggeräuchertes Paprikapulver
- 1 StückZwiebel
- 150 mlApfelsaft
- 20 mlRotweinessig
- 15 gZucker
- 20 mlPflanzenöl
- 2 gschwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Zwiebel fein würfeln und in der Hälfte des Öls bei mittlerer Hitze weich und glasig dünsten, etwa 5 Minuten. Sie soll keine Farbe nehmen — es geht um Süße, nicht um Röstaroma.
- Das Tomatenmark, das geräucherte Paprikapulver und die Hälfte des Currypulvers zugeben. Ein bis zwei Minuten unter Rühren im Fett anrösten, bis das Mark nachdunkelt und geröstet riecht. Dieser Schritt trennt eine echte Currysauce vom Ketchup.

- Den Apfelsaft und den Rotweinessig angießen, Zucker und eine Prise Salz zugeben und alles vom Pfannenboden lösen.
- 10 bis 15 Minuten sanft einkochen lassen, bis die Sauce einen Löffelrücken überzieht. Abschmecken und ausbalancieren: süß, sauer und leicht würzig zugleich. Für die klassische Imbisskonsistenz glatt pürieren.

- Währenddessen die Bratwurst im restlichen Öl bei mittelhoher Hitze unter Wenden rundum braun und gar braten, 8 bis 10 Minuten.

- Die Würste in mundgerechte Scheiben schneiden. In Berlin wird vor dem Saucieren geschnitten, oft eine Wurst ohne Darm, damit die Stücke mehr Sauce aufnehmen.
- Die Wurst in Schalen häufen, die heiße Sauce darübergeben und großzügig mit dem restlichen Currypulver bestäuben. Sofort mit Pommes oder einem Brötchen servieren.
Fragen
Eine schlichte Schweinebratwurst. Berliner Buden nehmen oft eine Wurst ohne Darm, damit die Scheiben mehr Sauce aufnehmen; im Ruhrgebiet bleibt der Darm eher dran, wegen des Bisses. Beides ist original — meide stark geräucherte oder kräuterlastige Würste, sie kämpfen gegen das Curry.
Nein, und diese Abkürzung ist der Grund, warum Hausversionen dünn schmecken. Echte Currysauce entsteht, indem man Tomatenmark und Gewürze im Fett anröstet und dann mit Saft, Essig und Zucker einkocht, bis sie bindet. Ketchup ist bereits fertig und gesüßt, da entwickelt sich nichts mehr.
Ja — nimm ein scharfes Currypulver oder gib Cayenne oder Chiliflocken zum Tomatenmark, damit die Schärfe mitkocht. An deutschen Buden kann man meist eine Schärfestufe wählen, also funktioniert auch extra Chili daneben.
Am nächsten Tag ist sie besser, wenn sich die Gewürze gesetzt haben. Sie hält etwa eine Woche im Kühlschrank und lässt sich gut einfrieren, eine doppelte Menge lohnt sich also. Sanft erwärmen und mit einem Schuss Wasser lockern, falls sie zu dick geworden ist.
Pommes rot-weiß oder ein schlichtes Brötchen, um den Teller auszuwischen. Beides existiert wegen der Sauce, und die ist der Sinn des Gerichts — mach also mehr davon, als du für nötig hältst.
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