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Branzino al Sale — italienischer Wolfsbarsch in Salzkruste: Ganzer wolfsbarsch, Grobes meersalz, Eiweiß — Italien · Rezept
Italien · Fisch- und Meeresfrüchtegerichte · Proteinreich

Branzino al Sale — italienischer Wolfsbarsch in Salzkruste

Branzino al sale ist der klassische italienische Wolfsbarsch in Salzkruste: ein ganzer Fisch unter grobem Meersalz mit Eiweiß bei 200°C 30 Minuten gebacken, dann am Tisch aufgebrochen. Das Salz bildet eine harte Kuppel, die den Ofen in eine versiegelte Dampfkammer verwandelt: Der Fisch gart in seinem eigenen Saft mit Aromen von Zitrone, Thymian und Rosmarin. Trotz der dramatischen Salzmenge kommt das Fleisch perfekt gewürzt heraus, nie salzig — Haut und Schuppen halten das Salz ab. Das ist mediterrane Meeresküche im Restaurant-Stil in einfachster Form: proteinreich, glutenfrei, keto-freundlich, und im Ofen braucht der Fisch keine Aufmerksamkeit mehr. Aktive Arbeit 10 Minuten, Backzeit 30 Minuten. Reicht für 4 Portionen aus zwei Fischen von je 700 g.

40 Min 220 kcal 4 Pers Mittel💪Proteinreich🇮🇹Italien Zum Rezept★★★★★5.0· 1 Bewertungen
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Zutaten

PortionenMetrisch
  • 2 Stückganzer Wolfsbarsch
  • 2 kggrobes Meersalz
  • 3 StückEiweiß
  • 2 StückZitronen
  • 8 Stückfrische Thymianzweige
  • 4 Stückfrische Rosmarinzweige
  • 20 gfrische Petersilie
  • 4 ZehenKnoblauch
  • 30 mlnatives Olivenöl extra
  • 1 Priseschwarzer Pfeffer

Zubereitung

  1. Fisch vorbereiten. Den Fischhändler bitten, den Wolfsbarsch auszunehmen und zu säubern, Schuppen, Kopf und Schwanz aber dranzulassen — zusammen mit der Haut sind die Schuppen eine zusätzliche Barriere gegen das Salz. Den Fisch unter kaltem Wasser abspülen und innen wie außen gründlich trocken tupfen. Den Ofen auf 200°C vorheizen, Rost in der Mitte.
  2. Bauchhöhle füllen. Eine Zitrone in dünne Scheiben schneiden. In jeden Fisch kommen 4 Thymianzweige, 2 Rosmarinzweige, die Hälfte der Petersilie, 2 zerdrückte Knoblauchzehen und 4–5 Zitronenscheiben. Mit etwas schwarzem Pfeffer würzen, nicht salzen — die Kruste würzt genug. Locker füllen, damit die Hitze im Inneren zirkulieren kann.
    Eine Hand steckt Zitronenscheiben, Thymian und Petersilie in den Bauch des Wolfsbarschs; Knoblauch und Rosmarin daneben
  3. Salzmischung herstellen. Die Eiweiße in einer großen Schüssel mit einer Gabel etwa 30 Sekunden schaumig schlagen — nicht steif, nur aufgelockert. Das grobe Meersalz zugeben und mit den Händen mischen, bis die Masse gleichmäßig feucht ist und beim Zusammendrücken hält wie nasser Sand. Ist sie zu trocken, 1–2 EL kaltes Wasser zugeben; ist sie zu nass, mehr Salz.
  4. Salzbett bauen. Ein Backblech mit Rand mit Backpapier auslegen. Ein Drittel der Salzmischung in zwei Ovalen ausstreichen, etwas größer als die Fische und 1,5 cm dick. Jeden Fisch auf sein Salzbett legen, das restliche Salz darüber aufhäufen und fest andrücken, bis der Fisch vollständig eingeschlossen ist. Keine Lücken lassen — durch Lücken entweicht Dampf, und der Fisch trocknet aus.
    Hände drücken feuchtes grobes Salz auf einen ganzen Wolfsbarsch auf dem Blech mit Backpapier; der Kopf liegt noch frei
  5. 30 Minuten backen. Die Kruste wird elfenbeinblass und steinhart. Maßgeblich ist die Zeit: 30 Minuten für zwei Fische von je etwa 700 g; schwerere Fische brauchen länger. Wer ein Einstichthermometer hat, sticht es durch die Kruste in die dickste Stelle hinter dem Kopf: Bei 63°C ist der Fisch gar. Die eigentliche Probe kommt, wenn die Kruste offen ist: Das Fleisch soll undurchsichtig weiß sein und sich in Lamellen von der Gräte lösen. Ist es an der Mittelgräte noch glasig, den Fisch für 5 Minuten zurück in den Ofen geben.
  6. Genau 5 Minuten ruhen lassen — nicht länger. Danach wandert das Salz langsam ins Fleisch, und der Fisch wird zu salzig. Das Blech an den Tisch bringen und mit dem Rücken eines Kochmessers oder einem Holzlöffel kräftig auf die Salzkuppel klopfen. Die Kruste bricht mit einem lauten Knack. Die obere Hälfte in einem Stück abheben und Salzkörner mit einem Backpinsel abbürsten.
  7. Am Tisch filetieren. Die obere Haut in einer Bewegung abziehen — sie löst sich mitsamt den anhaftenden Salzresten. Das obere Filet mit einem Spatel auf einen warmen Teller heben. Mittelgräte und Kopf in einem Stück abheben, dann das untere Filet umsetzen. Beim zweiten Fisch wiederholen.
    Wolfsbarsch in Salzkruste, Kruste geöffnet, Haut entfernt; ein Fischheber hebt das obere Filet ab
  8. Jedes Filet großzügig mit nativem Olivenöl extra beträufeln, den Saft der zweiten Zitrone darüberpressen und mit etwas schwarzem Pfeffer abschließen. Sofort auf warmen Tellern servieren, dazu Ofenkartoffeln, Fenchel-Orangen-Salat oder Grillgemüse. Filetiert kühlt der Fisch schnell aus.

Fragen

Salz dringt bei korrekter Technik NICHT ins Fleisch, aus zwei Gründen. Erstens ist die Haut des Fisches eine natürliche Barriere, und die Schuppen bleiben als zusätzlicher Schutz dran. Zweitens arbeitet die Kruste wie ein Lehmofen: In der Hitze härtet sie zu einer luftdichten Kuppel und schafft gesättigten Dampf aus den eigenen Säften des Fisches. Salz berührt nur die Hautoberfläche, nie das Fleisch. Der Endgeschmack ist zart, ozeanisch, perfekt gewürzt. Wenn Ihr Fisch salzig wurde, liegt es meist an einer beim Backen gerissenen Kruste, daran, dass der Fisch nach dem Ofen länger als 5 Minuten unter dem Salz blieb, oder an feinem statt grobem Salz.

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