
Oyakodon (japanische Reisschüssel mit Hähnchen und Ei)
Oyakodon ist eine japanische Reisschüssel (Donburi) mit Hähnchen und Zwiebeln, die in süß-salziger Dashi-Brühe garen und am Ende mit weich gestocktem Ei überzogen werden. Der Name bedeutet „Eltern und Kind“: Huhn und Ei in einer Schüssel, je nach Laune charmant oder ein bisschen makaber. Von allen Donburi gelingt dieses zu Hause am leichtesten, und ich koche es, wenn im Kühlschrank nur noch Hähnchenschenkel, Eier und Reis liegen. Das Ei kommt erst ganz zum Schluss dazu, und nach etwa fünfzehn Minuten steht die Schüssel auf dem Tisch.
Zutaten
- 400 gHähnchenschenkel (ohne Knochen)
- 300 gReis, gekocht, Rundkorn
- 3 StückEier
- 1 StückZwiebel
- 150 mlDashi
- 45 mlSojasauce
- 30 mlMirin
- 20 mlSake
- 10 gZucker
- 2 StückFrühlingszwiebel
Zubereitung
- Den Reis vorher kochen und warm halten, denn Oyakodon ist schnell fertig und muss sofort auf den Reis. Die Hähnchenschenkel in mundgerechte Stücke schneiden, die Zwiebel in dünne Spalten.
- In einer kleinen Pfanne, am besten in Portionsgröße, Dashi, Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker verrühren und aufkochen. Die Zwiebel dazugeben und ein paar Minuten köcheln lassen, bis sie weich ist.
- Das Hähnchen in einer Lage in die Pfanne legen und bei milder Hitze etwa 5 Minuten köcheln, bis es gerade durch ist. Nicht versuchen, es bei starker Hitze schneller zu machen, sonst wird das Fleisch zäh und die Brühe verkocht.

- Die Eier in einer Schüssel nur kurz verschlagen, ein paar Mal mit den Stäbchen durchrühren reicht. Das Eiweiß soll noch in Schlieren durch das Eigelb laufen. Glatt verquirltes Ei stockt gleichmäßig und gummiartig, und genau das will man hier nicht.
- Etwa zwei Drittel der Eimasse langsam kreisförmig über das Hähnchen gießen und den Deckel auflegen. Nach ungefähr einer Minute stockt das Ei am Rand, die Mitte ist noch flüssig.

- Die übrige Eimasse dazugießen, wieder zudecken und die Pfanne fast sofort vom Herd nehmen. Die Restwärme erledigt den Rest. Die Mitte soll wirklich weich und glänzend bleiben, und genau darum geht es bei diesem Gericht.
- Alles auf eine Schüssel heißen Reis gleiten lassen, damit die Brühe einzieht. Mit Frühlingszwiebelringen bestreuen und sofort essen, solange das Ei noch zittert.
Fragen
Oyakodon ist eine japanische Reisschüssel (Donburi) mit Hähnchen und Zwiebeln, die in Dashi mit Sojasauce und Mirin garen und mit weich gestocktem Ei überzogen werden. „Oya“ heißt Eltern, „ko“ Kind, und „don“ ist die Kurzform von Donburi: Huhn und Ei landen in derselben Schüssel. Man braucht Hähnchenschenkel, Eier, Zwiebeln, Dashi, Sojasauce, Mirin, Sake, Zucker und Rundkornreis. In Japan ist es ganz normales Essen für zu Hause und steht oft auf der Karte günstiger Lokale.
Ja, aber der Großteil des Geschmacks steckt in der Brühe, und den Ersatz schmeckt man. Am einfachsten ist Instant-Dashi-Pulver, angerührt nach Packungsangabe. Wer auch das nicht hat, nimmt eine leichte Hühnerbrühe mit etwas mehr Sojasauce und Mirin: Das kommt nah heran, ist aber nicht dasselbe.
Es bleibt zu lange auf dem Herd und wird zu gründlich verquirlt. Die Eier nur mit ein paar Stäbchenzügen aufbrechen, sodass Eiweißschlieren bleiben, und in zwei Portionen angießen. Nach der zweiten Portion den Deckel auflegen und die Pfanne fast sofort vom Herd nehmen: Das Ei gart mit der Restwärme und auf dem heißen Reis fertig. Sieht es schon in der Pfanne fertig aus, ist es auf dem Reis übergart.
Ausgelöster Schenkel, mit oder ohne Haut. Er bleibt beim Köcheln saftig und schmeckt kräftiger als Brust, die in der Brühe schnell trocken und faserig wird. Wer nur Brust hat, schneidet sie dünner und lässt sie höchstens 3 Minuten köcheln. In jedem Fall mundgerechte Stücke schneiden, damit sie gar sind, bevor das Ei dazukommt.
Beides sind Donburi mit Ei, in Dashi gegart und in derselben kleinen Pfanne zubereitet. Beim Oyakodon köchelt das Hähnchen einfach in der Brühe, beim Katsudon liegt stattdessen ein paniertes, frittiertes Schweineschnitzel darin. Oyakodon ist deutlich schneller, weil nichts frittiert wird, Katsudon macht satter und knuspert. Die Brühe ist fast gleich: Wer eines kann, kocht das andere ohne Rezept.
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