
Frikadellen
Deutschlands Alltagsbulette: Hackfleisch halb und halb, gebunden mit einem eingeweichten Brötchen, gewürzt mit Senf, Majoran und reichlich Zwiebel, flach in der Pfanne gebraten statt gegrillt. Das eingeweichte Brötchen hält sie saftig, und man isst sie ebenso oft kalt aus dem Kühlschrank mit Senf wie warm mit Kartoffeln.
Zutaten
- 500 gHackfleisch halb und halb
- 1 StückBrötchen vom Vortag
- 100 mlMilch
- 1 StückZwiebel
- 1 StückEi
- 15 gmittelscharfer Senf
- 5 gMajoran, getrocknet
- 5 gSalz
- 3 gschwarzer Pfeffer
- 30 gButter
- 5 gPetersilie
- 2 gPaprikapulver
Zubereitung
- Das Brötchen vom Vortag in Stücke reißen, in eine Schüssel geben und die Milch darübergießen. 10 Minuten ziehen lassen, bis es ganz weich ist, dann mit den Händen gut ausdrücken und zerkrümeln.

- Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig dünsten. Abkühlen lassen — heiße Zwiebel beginnt das Ei zu garen und macht die Masse fettig.
- Das Hackfleisch in eine große Schüssel geben, dazu das ausgedrückte Brötchen, die abgekühlte Zwiebel, Ei, Senf, Majoran, gehackte Petersilie, Paprikapulver, Salz und Pfeffer.
- Mit den Händen nur so lange mischen, bis alles verteilt ist. Nicht kneten — zu langes Bearbeiten macht die Masse federnd statt zart. Vor dem Formen einen Teelöffel davon anbraten und die Würze prüfen.
- Mit feuchten Händen 8 Frikadellen von etwa 2 cm Dicke formen und richtig flach drücken. Frikadellen sind flach und nicht rund wie italienische Fleischbällchen, damit sie in der Pfanne gleichmäßig durchgaren.

- Die restliche Butter in einer weiten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen und die Frikadellen 5 bis 6 Minuten pro Seite braten. Die Hitze moderat halten: zu heiß verbrennt außen, bevor die Mitte gar ist, zu niedrig und sie schmoren im eigenen Saft.

- Eine leicht andrücken — der Saft soll klar austreten. Ein paar Minuten ruhen lassen und heiß mit Kartoffeln und Soße servieren oder am nächsten Tag kalt im Brötchen mit Senf.
Fragen
In Frikadellen sind eingeweichtes Brötchen, Ei, Zwiebel und Gewürze wie Senf und Majoran direkt untergemischt, und sie werden flach in der Pfanne gebraten. Eine Burgerpatty ist meist nur gewürztes Rindfleisch, gegrillt und im Brötchen serviert. Die Textur ist deutlich anders — weicher und durchgehend gewürzt.
Ja, aber die Mischung ist traditionell und ergibt das beste Resultat: Schwein bringt Fett und Zartheit, Rind Geschmack und Struktur. Nur Rind wird fester und trockener, nur Schwein weicher und reichhaltiger. Was du auch nimmst: sehr mageres Hack meiden, sonst werden sie trocken.
Meist zu wenig Bindung oder eine zu nasse Masse. Ausgedrücktes Brötchen und Ei halten alles zusammen, also das Brötchen richtig auswringen statt tropfend zu lassen. Auch 20 Minuten Kühlen der geformten Frikadellen vor dem Braten hilft.
Ja — etwa 25 Minuten bei 200 °C auf einem ausgelegten Blech, einmal wenden. Sie werden leichter, aber ohne die gebräunte Kruste aus der Pfanne, und die Kruste macht einen großen Teil des Geschmacks aus. Wenn du Zeit hast, bleibt Braten die bessere Wahl.
Warm mit Kartoffeln, Soße und Gemüse als Hauptgericht oder bei Zimmertemperatur als Picknick- und Partyessen. Kalt im Brötchen mit Senf ist wohl die häufigste Art überhaupt — sie werden bewusst in großen Mengen gemacht, um über mehrere Tage gegessen zu werden.
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