
Lembas-Brot (Elbisches Reisebrot)
Lembas ist das Reisebrot der Elben aus Tolkiens Herr der Ringe — ein einziges Stück soll einen erwachsenen Mann satt machen. Diese Version ist ein buttrig-mürber, leicht süßer Keks mit warmen Gewürzen, Honig und Sahne. Er ist in weniger als 15 Minuten gebacken und hält sich tagelang in einer Blechdose. Das eingeritzte X auf jedem Stück ist ein Brauch aus Fan-Rezepten.
Zutaten
- 320 gWeizenmehl
- 113 gButter, ungesalzen, kalt
- 70 gbrauner Zucker
- 160 mlSchlagsahne
- 2 ELHonig
- 1 ELBackpulver
- 1 TLZimt, gemahlen
- 0.5 TLSalz
- 0.5 TLVanilleextrakt
Zubereitung
- Den Ofen auf 220°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Mehl, braunen Zucker (70 g), Backpulver, Salz und Zimt in einer großen Schüssel mit dem Schneebesen vermischen.
- Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen ins Mehl reiben, bis die Mischung groben Krümeln gleicht. Zügig arbeiten: Es sollen sichtbare Butterstückchen bleiben, keine glatte Masse.

- In einer kleinen Schüssel Sahne, Honig und Vanille verrühren. Über die Mehlmischung gießen und mit einer Gabel vermengen, bis ein grober, krümeliger Teig entsteht. Auf die Arbeitsfläche geben und zusammendrücken — nicht kneten.
- Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche mit den Händen flach drücken oder ausrollen, bis er etwa 1 cm dick ist.
- In Rechtecke von etwa 8×5 cm schneiden. Mit einem Messer ein flaches X in die Oberseite jedes Stücks ritzen.

- 10–12 Minuten backen, bis die Ränder eben goldgelb sind. Die Mitte wirkt noch leicht unfertig — das ist richtig so, sie wird beim Abkühlen fest.

- Auf dem Blech vollständig abkühlen lassen, erst dann verstauen. In einer luftdichten Blechdose bis zu 5 Tage aufbewahren.
Fragen
Wahrscheinlich wurde der Teig zu lange bearbeitet oder mehr als einmal ausgerollt. Lembas-Teig ist im Grunde ein Scone-Teig: Wird er zu stark bearbeitet, entwickelt sich das Gluten, und das Gebäck wird zäh. Den Teig in etwa 30 Sekunden zu einer groben Masse zusammendrücken und nur einmal ausrollen. Ist es trotzdem hart, war es vermutlich zu lange im Ofen: Bei 220°C reichen meist 10–11 Minuten.
Normale Milch geht, das Ergebnis wird aber weniger mürbe und etwas trockener. Am nächsten kommen 120 ml Milch plus 2 EL Schmand (20%). Kefir (160 ml) funktioniert ebenfalls und bringt eine milde Säure mit, die gut zu Honig und Zimt passt. Für eine milchfreie Variante ist pflanzliche Kochcreme mit 15–20% Fett (Kokos oder Hafer) eine verlässliche Wahl.
Am einfachsten ist eine gekaufte glutenfreie Mehlmischung zum 1:1-Austausch (meist Reismehl, Tapioka und Stärke). Für eine eigene Mischung: 200 g Reismehl, 80 g Tapiokamehl, 40 g Kartoffelstärke und ½ TL Xanthan. Mandelmehl allein funktioniert nicht: Der Teig hält nicht zusammen.
In einer luftdichten Blechdose bei Zimmertemperatur hält sich Lembas bis zu 5 Tage. Nach drei Tagen wird es etwas fester, was zu einem Reiseproviant gut passt. Es lässt sich gut einfrieren: die abgekühlten Stücke in einen Zip-Beutel geben, bis zu 2 Monate. 20–30 Minuten bei Zimmertemperatur auftauen oder 5 Minuten im 160°C heißen Ofen erwärmen.
Ja. 50–60 g grob gehackte Mandeln oder Walnüsse zu den trockenen Zutaten geben. Kürbis- oder Sonnenblumenkerne (2–3 EL) funktionieren genauso. Wer 2 EL des Mehls durch gemahlene Leinsamen ersetzt, bringt Omega-3 hinein, ohne die Textur merklich zu verändern.
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