
Satsivi (georgisches Hähnchen in Walnusssauce)
Satsivi hat seinen Namen vom georgischen Wort für kalt, und genau so wird es gegessen — pochiertes Geflügel, begraben unter einer dicken, hellen Walnusssauce, die beim Kühlen fest wird. Gemahlene Walnüsse, weich gedünstete Zwiebel und Knoblauch werden mit der Pochierbrühe gelockert und mit Blauem Bockshornklee, Ringelblumensafran, Koriander und Nelke gewürzt. Es gehört fest zur georgischen Neujahrstafel und wird einen Tag vorher gemacht, damit sich die Aromen setzen und die Sauce andickt.
Zutaten
- 1500 gHähnchen
- 400 gWalnüsse
- 2 StückZwiebel
- 5 ZehenKnoblauch
- 1 TLBlauer Bockshornklee
- 1 TLimeretischer Safran
- 1 TLgemahlener Koriander
- 3 StückNelken
- 1 PriseZimt
- 1 ELRotweinessig
- 1 BundKoriander
Zubereitung
- Das Hähnchen in leicht gesalzenem Wasser mit einer Zwiebel weich pochieren, etwa 50–60 Minuten. Herausnehmen, abkühlen und das Fleisch in großen Stücken von den Knochen lösen. Die Brühe abseihen und aufheben.
- Nach Wunsch das Geflügel mit Butter bestreichen und bei 190 °C 20 Minuten rösten für tieferen Geschmack, dann vollständig abkühlen lassen.
- Die Walnüsse zwei- bis dreimal mahlen, so fein wie möglich — je feiner die Mahlung, desto glatter die Sauce und desto mehr Öl geben sie ab.
- Die zweite Zwiebel fein hacken und in Butter bei niedriger Hitze ganz weich, aber ohne Farbe dünsten, etwa 10 Minuten.
- Den Knoblauch mit etwas Salz zerstoßen und mit dem Blauen Bockshornklee, dem imeretischen Safran, dem gemahlenen Koriander, den zerstoßenen Nelken, dem Zimt und den gehackten Korianderblättern unter die Walnüsse mischen.
- Die Walnussmischung in die weiche Zwiebel rühren, dann die warme Brühe kellenweise zugeben, bis eine Sauce von der Dicke flüssiger Sahne entsteht. Sanft unter Rühren erwärmen, nur bis sie heiß wird — nie stark kochen lassen, sonst trennt sich das Walnussöl ab.
- Mit Salz und dem Rotweinessig abschmecken, die Hähnchenstücke zugeben und abkühlen. Mehrere Stunden oder über Nacht kühlen, bis die Sauce andickt, und kalt mit frischem Koriander servieren.
Fragen
Das Wort kommt vom georgischen 'tsivi', kalt, also bezeichnet Satsivi wörtlich etwas kalt Serviertes. Der Name gehört der Sauce selbst, nicht dem Vogel — die Walnusssauce heißt Satsivi, sie wird über das Geflügel gegossen und kühl gestellt, bis sie andickt. Traditionell wird sie vorbereitet und kühl oder zimmerwarm gegessen, am bekanntesten auf der georgischen Neujahrs- und Weihnachtstafel, als Vorspeise und nicht als warmes Hauptgericht.
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