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Butterplätzchen (Ausstechplätzchen zum Verzieren): Mehl, Butter, Eigelb — Deutschland · Rezept
Deutschland · Back- und Süßwaren · Vegetarisch

Butterplätzchen (Ausstechplätzchen zum Verzieren)

Butterplätzchen, auch Ausstechplätzchen genannt, sind das klassische deutsche Weihnachtsgebäck: ein Mürbeteig aus Butter, der dünn ausgerollt, mit Förmchen zu Sternen, Glocken und Bäumen ausgestochen und danach mit Zuckerguss, bunten Streuseln oder einem goldenen Eigelb-Glanz verziert wird. Der Teig folgt der deutschen Grundregel für Mürbeteig, drei Teile Mehl, zwei Teile Butter und ein Teil Zucker, gebunden mit einem einzigen Eigelb und mit Vanille und Zitronenschale abgeschmeckt. Kalte Butter ist es, die dieses Verhältnis funktionieren lässt: Sie bleibt beim Verkneten und Ausrollen in kleinen, klar abgegrenzten Stückchen, statt sich in das Mehl zu verlaufen, und das gebackene Plätzchen wird dadurch mürbe und sandig statt fettig oder zäh. Der Teig braucht etwa eine Stunde im Kühlschrank, bevor er sich sauber ausrollen lässt, und die ausgestochenen Formen brauchen noch einmal zehn Minuten Kälte auf dem Blech, damit Spitzen und Rundungen im Ofen scharf bleiben. Es ist das Plätzchen, mit dem deutsche Kinder jeden Advent auf dem Schemel stehen und Formen ausstechen, und das auf keinem Bunten Teller fehlt. Aus dieser Teigmenge werden etwa 45 Plätzchen, fünf pro Portion.

65 Min 400 kcal 9 Pers Anspruchsvoll🌿Vegetarisch🇩🇪Deutschland Zum Rezept
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Zutaten

PortionenMetrisch
  • 300 gWeizenmehl (Type 405)
  • 200 gkalte ungesalzene Butter
  • 100 gfeiner Zucker
  • 1 Eigelb
  • 2 TLZitronenschale
  • 8 gVanillezucker (1 Päckchen)
  • 1 PriseSalz
  • 1 Eigelb (zum Bestreichen)
  • 1 ELMilch
  • 100 gPuderzucker
  • 2 ELZitronensaft
  • 20 gbunte Zuckerstreusel

Zubereitung

  1. Die kalte Butter unter die trockenen Zutaten arbeiten. Die Butter in kleine Würfel schneiden und mit dem Mehl, dem feinen Zucker, der Zitronenschale, dem Vanillezucker und dem Salz in eine Schüssel geben. Alles mit den Fingerspitzen oder dem Blatt der Küchenmaschine verreiben, bis eine grobe, buttrige Krümelmasse entsteht und am Schüsselboden kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist.
  2. Den Teig zügig zusammenfügen. Das Eigelb dazugeben und nur kurz von Hand oder auf niedriger Stufe verkneten, bis der Teig gerade zusammenhält, höchstens 2 bis 3 Minuten. Je länger geknetet wird, desto mehr erwärmt die Reibung die Butter, und warme Butter ergibt einen fettigen Teig, der im Ofen flach zerläuft, statt seine ausgestochene Form zu halten.
    Heller Butter-Mürbeteig wird kurz von Hand in einer Schüssel für Butterplätzchen geknetet
  3. Den Teig kühlen. Ihn zu ein oder zwei etwa 2 cm dicken Scheiben flach drücken, fest einwickeln und mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, in den Kühlschrank legen. Ein kalter, fester Teig lässt sich sauber ausrollen, ohne am Nudelholz zu kleben, und die Ruhezeit entspannt auch das Klebereiweiß im Mehl, damit die ausgestochenen Formen sich nicht zusammenziehen, sobald man sie von der Unterlage hebt.
  4. Ausrollen und ausstechen. Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Den Teig zwischen zwei Bögen Backpapier legen und gleichmäßig 3 bis 4 mm dick ausrollen, dabei immer nur eine Portion bearbeiten und den Rest im Kühlschrank lassen. Das Ausrollen zwischen Papier statt auf einer bemehlten Fläche verhindert, dass der Teig zusätzliches Mehl aufnimmt, das die Krume sonst zäh macht und die Förmchen stumpf werden lässt. Die Formen eng nebeneinander ausstechen, um wenig Verschnitt zu haben, und mit einer dünnen Palette auf die mit Papier belegten Bleche heben.
    Aus ausgerolltem Butterplätzchen-Mürbeteig werden Sterne ausgestochen, die Formen liegen auf einem Blech
  5. Die ausgestochenen Formen kühlen. Ist ein Blech voll, für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen, bevor es in den Ofen kommt. Dieses zweite, kurze Kühlen ist es, was die Spitzen eines Sterns oder die Rundungen einer Glocke scharf hält; wird dieser Schritt übersprungen, weichen dieselben Formen in den ersten Minuten der Hitze auf und verlieren ihre Kontur.
  6. Nach Belieben die halbe Menge mit Eigelb bestreichen. Das zweite Eigelb mit der Milch verquirlen und einige der Plätzchen dünn damit bestreichen, für einen tiefen, goldenen Glanz nach dem Backen; die restlichen Formen unbestrichen lassen, wenn sie später mit Zuckerguss verziert werden sollen, denn der Guss braucht eine blanke Oberfläche, um zu haften.
  7. Ein Blech nach dem anderen auf mittlerer Schiene 8 bis 10 Minuten backen. Die Plätzchen sind fertig, wenn nur die Ränder hellgold werden und die Mitte noch blass bleibt; ein rundum gebräuntes Plätzchen kippt in einen bitteren, übergebackenen Mürbeteig-Geschmack. Vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen, bevor sie angefasst werden, denn warm sind sie brüchig, und der Eigelb-Glanz braucht Zeit zum Trocknen.
  8. Die unbestrichenen Plätzchen mit Zuckerguss verzieren. Den Puderzucker mit dem Zitronensaft verrühren, bis eine dickflüssige Masse entsteht, die vom Schneebesen in einem langsamen Band abfließt, dabei den Saft tropfenweise zugeben, damit der Guss nicht zu flüssig wird. Ihn auf die ausgekühlten Plätzchen streichen oder spritzen, die Zuckerstreusel auf den noch feuchten Guss streuen, damit sie haften, und alles bei Zimmertemperatur mindestens 4 Stunden fest werden lassen, bevor die Plätzchen mit Backpapier zwischen den Lagen in eine Dose geschichtet werden.
    Weiße Zitronenglasur wird auf gebackene sternförmige Butterplätzchen auf einem Kuchengitter gestrichen

Fragen

Dafür gibt es zwei gegensätzliche Ursachen mit zwei gegensätzlichen Lösungen. Bröckelt der Teig beim Ausrollen in sandige Stücke, ist er meist noch zu kalt nach einer Nacht im Kühlschrank: 5 bis 10 Minuten bei Zimmertemperatur anwärmen lassen, dann wird er wieder geschmeidig. Bröckelt er auch bei Zimmertemperatur, stimmt das Verhältnis nicht, meist fehlt Eigelb oder es wurde beim Ausrollen zu viel Mehl eingearbeitet; einen Teelöffel kaltes Wasser oder Milch zugeben und kurz verkneten, nur bis der Teig zusammenhält. Der häufigste Fehler ist, bei jedem neuen Ausrollen des Verschnitts wieder Mehl einzuarbeiten: nach dem zweiten Mal hat der Teig so viel zusätzliches Mehl aufgenommen, dass er trocken und hart wird, deshalb den Verschnitt höchstens zweimal pro Ladung neu ausrollen.

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