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Christstollen (Weihnachtsstollen): Rosinen, Orangeat, Mandeln — Deutschland · Rezept
Deutschland · Back- und Süßwaren · Vegetarisch

Christstollen (Weihnachtsstollen)

Christstollen, auch Weihnachtsstollen oder einfach Stollen genannt, ist ein deutsches Weihnachtsgebäck aus schwerem Butter-Hefeteig mit in Rum eingelegten Rosinen, Orangeat, Zitronat und Mandeln, das nach dem Backen mit Butter getränkt und dick mit Puderzucker bestäubt wird. Der Teig wird geknetet, zur typischen Stollenform eingeschlagen und etwa 50 Minuten gebacken, davon 10 Minuten bei 200°C und den Rest bei 170°C; es ergibt 16 Scheiben. Man backt ihn einige Wochen vor Weihnachten und lässt ihn in Alufolie gewickelt zwei bis drei Wochen kühl durchziehen, bis Früchte, Rum und Butter im Teig angekommen sind, und weder das Gehen noch dieses Durchziehen sind in der Zeit eingerechnet. „Dresdner Stollen“ darf nur heißen, was in Dresden und rund einem Dutzend Nachbarorten gebacken wird, dies hier ist die Hausversion.

110 Min 420 kcal 16 Pers Anspruchsvoll🌿Vegetarisch🇩🇪Deutschland Zum Rezept★★★★★5.0· 1 Bewertungen
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Zutaten

PortionenMetrisch
  • 500 gWeizenmehl (Type 550)
  • 100 mlMilch, lauwarm
  • 30 gfrische Hefe
  • 60 gZucker
  • 1 ELVanillezucker
  • 1 PriseSalz
  • 1 TLAbrieb einer Bio-Zitrone, fein
  • 1 TLgemahlener Zimt
  • 0.5 TLgemahlener Kardamom
  • 0.5 TLgemahlener Ingwer
  • 0.25 TLgemahlene Muskatnuss
  • 200 gButter, weich
  • 1 Ei (Größe M)
  • 200 gRosinen
  • 75 gOrangeat
  • 75 gZitronat
  • 100 gMandeln, blanchiert und gehackt
  • 4 ELdunkler Rum
  • 100 gButter zum Bestreichen
  • 150 gPuderzucker

Zubereitung

  1. Am Vorabend (mindestens eine Stunde vorher) Rosinen, Orangeat, Zitronat und gehackte Mandeln in eine Schüssel geben, den Rum darübergießen und umrühren. Abdecken und noch ein-, zweimal durchrühren. Trockene Früchte würden dem Teig Feuchtigkeit entziehen und den Stollen trocken machen, eingelegte bleiben dagegen saftig, auch nach Wochen der Lagerung.
  2. Die Milch lauwarm erwärmen, die frische Hefe hineinbröckeln, 1 EL vom Zucker und 100 g vom Mehl einrühren. Abgedeckt 15 Minuten gehen lassen, bis die Oberfläche Blasen wirft. Dieser kleine Vorteig zeigt, dass die Hefe lebt, bevor 200 g Butter in den Teig kommen, die die Hefe bremsen.
  3. Restliche 400 g Mehl, den übrigen Zucker, Vanillezucker, Salz, Zitronenabrieb, Zimt, Kardamom, Ingwer und Muskat zum Vorteig geben, dann das Ei und die weiche Butter. Mit dem Knethaken 8 bis 10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und glänzend ist und sich vom Schüsselrand löst; unter 5 Minuten sollte es nicht sein. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 1 Stunde gehen lassen. Durch die Butter geht der Teig langsam und sichtbar auf, verdoppelt sich aber nicht.
  4. Die eingelegten Früchte und Mandeln kurz in einem Sieb abtropfen lassen, damit der überschüssige Rum abläuft, dann nur 1 bis 2 Minuten von Hand unter den Teig kneten, bis sie gleichmäßig verteilt sind. Wer länger knetet, zerdrückt die Früchte, und der Teig wird grau und feucht. Abgedeckt weitere 30 Minuten ruhen lassen.
    Rumrosinen, Orangeat, Zitronat und Mandeln werden von Hand in den Stollenteig geknetet
  5. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche zu einem Oval von etwa 30 × 22 cm drücken. Mit dem Nudelholz der Länge nach eine Mulde etwas außerhalb der Mitte eindrücken, dann die kleinere Hälfte über die größere klappen, etwa einen Finger breit vor dem Rand aufhören, damit der Stollen seinen typischen Kamm behält. Die Naht leicht andrücken, den Stollen auf ein mit Backpapier belegtes Blech heben und 30 Minuten gehen lassen. Rosinen, die an der Oberfläche herausschauen, eindrücken, denn sie verbrennen zuerst.
    Die kleinere Teighälfte wird über die Mulde geklappt, so bekommt der Stollen seine Form
  6. Den Backofen auf 200°C (180°C Umluft) vorheizen, Einschub im unteren Drittel. 10 Minuten backen, dann auf 170°C (150°C Umluft) herunterschalten und weitere 40 Minuten backen, bis die Kruste tief goldbraun ist und ein Holzstäbchen, von der Seite eingestochen, ohne feuchten Teig herauskommt. Wird die Oberseite vorher zu dunkel, in den letzten 15 Minuten locker Alufolie auflegen.
  7. 100 g Butter zerlassen. Sobald der Stollen aus dem Ofen kommt, ihn rundum, auch an Seiten und Unterseite, mit etwa der Hälfte bestreichen; 5 Minuten einziehen lassen und dann den Rest auftragen. Die Hälfte des Puderzuckers über den heißen Stollen sieben, damit er an der Butter haftet, den Stollen vollständig auskühlen lassen und den Rest dick darübersieben. In Alufolie wickeln und 2 bis 3 Wochen kühl und dunkel lagern, bevor er angeschnitten wird: Die Kruste aus Butter und Zucker hält die Feuchtigkeit im Teig, während die Aromen durchziehen.
    Der heiße Stollen wird auf dem Gitter mit geschmolzener Butter bestrichen, dann gezuckert

Fragen

Frisch am Backtag kann man ihn essen, er schmeckt dann aber wie ein einfaches süßes Rosinenbrot, weil die Butter-Zucker-Kruste noch nicht in den Teig gezogen ist und sich das Rum-Fruchtaroma noch nicht verteilt hat. Deutsche Rezepte verlangen mindestens 2 Wochen Ruhe, in Alufolie an einem kühlen Ort; Stollen hält sich 3 bis 4 Wochen und wird mit der Zeit aromatischer. Wer ihn zu Weihnachten anschneiden will, backt ihn deshalb Ende November. Im warmen Zimmer sollte er nicht liegen.

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