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Hähnchen Tikka Masala: Hähnchenschenkel, Joghurt, Kaschmir Chilipulver — Indien · Rezept
Indien · Fleischgerichte · Glutenfrei

Hähnchen Tikka Masala

In Joghurt marinierte Hähnchenschenkel, scharf angebraten, bis sie Röststellen bekommen, und dann in einer gewürzten Tomaten-Zwiebel-Sauce mit Sahne gegart. Der zweistufige Ablauf ist der Kern des Gerichts: erst das Tikka — kleine Hähnchenstücke, die auf sehr hoher Hitze hart angebraten werden —, dann die Masala, die gewürzte Sauce, in der sie fertig garen. Die Röststellen am Fleisch sind kein Zufall. Sie setzen einen Gegenpol zur Sahne, und ohne sie hat man ein ordentliches Tomatencurry, aber kein Tikka Masala. Die Sauce braucht gut gebräunte Zwiebeln, in Fett angeröstete Gewürze und genug Garzeit, damit die Tomaten ihre scharfe Säure verlieren. Das Hähnchen mariniert mindestens eine Stunde, am besten über Nacht.

65 Min 490 kcal 4 Pers Anspruchsvoll🌾Glutenfrei🇮🇳Indien Zum Rezept★★★★★4.8· 5 Bewertungen
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Zutaten

PortionenMetrisch
  • 700 gausgelöste Hähnchenschenkel, in 4 cm Würfel
  • 120 gNaturjoghurt
  • 1 ELKashmiri-Chilipulver
  • 1 TLgemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TLgemahlener Koriander
  • 0.5 TLKurkuma
  • 1 ELIngwer-Knoblauch-Paste
  • 1 ELZitronensaft
  • 2 ELneutrales Öl oder Ghee (1 EL zum Anbraten des Hähnchens, 1 EL für die Zwiebeln)
  • 2 große Zwiebeln, fein
  • 1 ELIngwer-Knoblauch-Paste
  • 2 ELTomatenmark
  • 400 gDosentomaten
  • 1.5 TLGaram Masala
  • 1 TLKashmiri-Chilipulver
  • 1 TLgemahlener Koriander
  • 80 mlSahne
  • 1 TLKasuri Methi, zerrieben
  • 1 TLZucker
  • 1 TLSalz für die Marinade, plus mehr nach Geschmack

Zubereitung

  1. Hähnchen marinieren. Joghurt, Kashmiri-Chilipulver, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Ingwer-Knoblauch-Paste, Zitronensaft und 1 TL Salz in einer großen Schüssel verrühren. Das Hähnchen zugeben und die Marinade mit den Händen in jedes Stück einmassieren. Abgedeckt mindestens 1 Stunde kalt stellen — über Nacht wird es am besten. Die Kombination aus Joghurt und Säure macht das Fleisch zart und bringt die Gewürze ins Fleisch, statt nur auf der Oberfläche zu haften.
    Hähnchenschenkelstücke in ziegelroter Joghurtmarinade mit Chili und Ingwer-Knoblauch
  2. Tikka garen. Eine breite, schwere Pfanne oder gusseiserne Pfanne auf hoher Stufe richtig heiß werden lassen. 1 EL Öl oder Ghee zugeben. Überschüssige Marinade von jedem Stück abschütteln und die Hälfte des Hähnchens mit Abstand nebeneinander in die Pfanne legen. Berühren sich die Stücke, dämpfen sie im eigenen Saft und bekommen nie Röststellen. 3–4 Minuten ohne Bewegen braten, bis sich an der Unterseite echte Röststellen bilden. Wenden und ebenso braten. Das Hähnchen soll stellenweise fast verbrannt aussehen; in der Mitte ist es noch roh und gart in der Sauce fertig. Auf einen sauberen Teller legen, die Pfanne wieder sehr heiß werden lassen und die zweite Hälfte ebenso anbraten. Die Marinade, die in der Schüssel bleibt, wegwerfen. Diese Röstung ist der Kern von Tikka — sie gibt dem fertigen Gericht seine rauchige Kante gegen die cremige Sauce.
    Marinierte Tikka-Stücke braten in der rauchenden Gusspfanne mit schwarzen Rändern an
  3. Zwiebeln bräunen. In einem großen Topf das restliche EL Öl oder Ghee auf mittlerer Hitze erhitzen. Die gewürfelten Zwiebeln mit einer Prise Salz zugeben. Unter gelegentlichem Rühren 15–20 Minuten garen, bis sie tief goldbraun sind. Das ist die Geschmacksbasis — blasse Zwiebeln ergeben eine blasse, eindimensionale Sauce. Ingwer-Knoblauch-Paste zugeben und 2 Minuten weitergaren.
  4. Sauce aufbauen. Das Tomatenmark unter die Zwiebeln rühren und 2–3 Minuten braten, bis es dunkler wird. Garam Masala, Kashmiri-Chilipulver und gemahlenen Koriander zugeben. 60 Sekunden rühren, bis die Gewürze nach Röstaromen riechen. Die Dosentomaten (zerkleinert) und den Zucker zugießen. Zum Köcheln bringen und 15 Minuten offen köcheln lassen, dabei gelegentlich rühren, bis die Sauce eingekocht ist und sich an der Oberfläche Öl absetzt.
  5. Fertigstellen und servieren. Das angebratene Hähnchen mit dem ausgetretenen Fleischsaft zugeben. 8 Minuten köcheln lassen, bis das Hähnchen durchgegart ist: das größte Stück zeigt in der Mitte 74 °C, ist beim Aufschneiden bis in die Mitte weiß, und sein Saft läuft klar. Die Sahne bei niedriger Hitze einrühren. Kasuri Methi zwischen den Handflächen zerreiben und dazugeben — sie sorgt dafür, dass das fertige Gericht wie in einer Restaurantküche duftet. Mit Salz abschmecken. Mit Basmatireis oder Naan servieren, mit etwas frischem Koriander bestreut.
    Sahne wird in die glänzende Tikka-Masala-Sauce mit den gerösteten Stücken gerührt

Fragen

Tikka bedeutet auf Urdu und Hindi „Stück“ oder „Brocken“. In der Küche sind damit kleine Fleischwürfel gemeint, die aufgespießt in einem Tandoor bei intensiver Hitze gegart werden. Der Name verrät, dass es ein zweistufiges Gericht ist: erst das Tikka — das Hähnchen wird mariniert und hart über direkter, hoher Hitze angebraten, bis es Röststellen hat —, dann die Masala, die gewürzte Sauce, in der es fertig gart. Dieser zweistufige Ablauf gibt dem Gericht seinen Charakter: rauchige Röstaromen vom ersten Garen, Cremigkeit von der Sauce. Ein Curry, bei dem man einfach rohes Hähnchen in die Sauce gibt, ist kein Tikka Masala.

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Kommentare (2)

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  • Sarah Hughes
    181T.

    So much better than takeaway! I halved the chilli because my kids dont like too much heat and added a bit more yogurt at the end. Husband said it tasted exactly like our local indian place but cheaper.

  • Sergei Martynov✍ Autor
    189T.

    There is an ongoing debate about whether tikka masala is Indian or British. I have eaten versions in both countries and this recipe sits right in the middle — proper tandoori-style marinade with yogurt and Kashmiri chilli, but the sauce has that creamy British touch. The single most important step is charring the marinated chicken under a very hot broiler, not just baking it. Those blackened edges are where all the flavour lives. Scrape the pan drippings into the sauce.