
Pan con Tomate: spanisches Tomatenbrot
Pan con Tomate, katalanisch pa amb tomàquet, ist eine dicke Scheibe grobporiges Landbrot, die getoastet wird, bis die Oberfläche trocken ist, dann mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe und anschließend mit dem Fleisch einer reifen Tomate abgerieben wird, bis nur noch die Haut in der Hand bleibt, und zum Schluss mit nativem Olivenöl extra und grobem Salz vollendet wird. Die Tomate dient als Würze und nicht als Belag, sodass eine knusprige Scheibe unter einer dünnen, kühlen und leicht sauren Schicht bleibt. In Katalonien begleitet sie Tapas und Gegrilltes, in Andalusien erscheint dieselbe Kombination zum Frühstück, meist mit geriebener Tomate aus der Schüssel.
Zutaten
- 4 ScheibenLandbrot
- 2 Stückreife Tomaten
- 3 ELnatives Olivenöl extra
- 1 ZeheKnoblauch
- 0.5 TLMeersalzflocken
Zubereitung
- Schneiden Sie vier etwa 2 cm dicke Scheiben von einem grobporigen Landbrot ab. Weiches Toastbrot fällt zusammen, sobald Tomatensaft darauf trifft: Sie brauchen eine Krume mit groben Poren, die Fruchtfleisch hält, und eine Kruste, die das Reiben aushält.
- Nehmen Sie die Tomaten 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank und halbieren Sie sie quer. Kaltes Fruchtfleisch bleibt fest und gibt kaum Saft ab, und genau das ist die häufigste Ursache für trockenes Brot.
- Erhitzen Sie eine trockene Grillpfanne bei mittlerer bis hoher Hitze und rösten Sie die Scheiben 2 bis 3 Minuten je Seite, bis die Oberfläche trocken und braun gestreift ist, die Mitte aber weich bleibt. Ein Toaster geht auch, dann fehlen die Röstspuren.

- Halbieren Sie eine geschälte Knoblauchzehe und ziehen Sie die Schnittfläche bei noch heißem Brot drei- bis viermal über eine Seite jeder Scheibe, nicht öfter. Die trockene Röstfläche wirkt wie eine Reibe, und zu viele Züge machen das Ergebnis scharf und bitter.
- Halten Sie eine Tomatenhälfte an der Haut und reiben Sie das Fruchtfleisch kräftig über dieselbe Seite, bis nur noch die Haut in der Hand liegt; die Häute werfen Sie weg. Sind die Tomaten fest oder außerhalb der Saison, reiben Sie sie stattdessen grob, lassen das Mark 2 Minuten abtropfen und verteilen es mit dem Löffel.

- Beträufeln Sie jede Scheibe mit etwa 2 Teelöffeln nativem Olivenöl extra, damit es in das feuchte Mark einzieht, und beenden Sie mit zwischen den Fingern zerriebenen Meersalzflocken.
- Servieren Sie innerhalb von 5 Minuten. Danach saugt die Krume den Saft auf und der Kontrast zwischen knuspriger Oberfläche und kühlem Mark ist dahin, also lieber neue Scheiben rösten als fertig belegte aufheben.
Fragen
Fast immer liegt es am Brot: Scheiben unter 1,5 cm, weiches Toastbrot oder Brot, das nur erwärmt statt geröstet wurde. Die Oberfläche muss trocken und knusprig sein, bevor die Tomate sie berührt, und belegt wird Scheibe für Scheibe direkt vor dem Essen.
Am nächsten kommt ein Baguette vom Vortag, längs aufgeschnitten und mit der Schnittfläche nach unten geröstet; Sauerteig funktioniert, wenn die Krume offen ist. Roggen- und Körnerbrote lieber meiden, ihr Eigengeschmack konkurriert mit der Tomate statt sie zu tragen.
Das Tomatenmark können Sie bis zu 24 Stunden vorher reiben, mit einem dünnen Ölfilm bedecken und kalt stellen; gießen Sie das abgesetzte Wasser vor dem Gebrauch ab. Fertig belegte Scheiben halten sich gar nicht, und im Kühlschrank wird die Krume zäh.
Bei der Bruschetta liegen gewürfelte Tomaten mit Basilikum als Belag obenauf, hier wird die Tomate eingerieben und wirkt als Würze, feste Stücke bleiben kaum übrig. In Teilen Kataloniens reibt man das Brot schon vor dem Rösten ein, was ein weicheres, stärker durchzogenes Ergebnis gibt.
Als Tapa oder leichtes Frühstück neben luftgetrocknetem Schinken, Sardellen, Schafskäse oder Tortilla, und bei Tisch ersetzt es das Brot zu gegrilltem Fleisch und Fisch. Dazu passen Cidre, Wermut oder ein trockener Weißwein.
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