
Caldo Verde (portugiesische Kohlsuppe mit Chouriço)
Caldo Verde ist die portugiesische Kartoffelcremesuppe mit fein geschnittenem Blattkohl und Chouriço. Die Basis wird glatt püriert, der Kohl auf ein bis zwei Millimeter geschnitten und erst am Ende fünf Minuten mitgekocht, damit er grün bleibt.
Zutaten
- 700 gKartoffeln
- 250 gBlattkohl
- 150 gChouriço
- 1 StückZwiebel
- 3 ZehenKnoblauch
- 60 mlOlivenöl
- 1500 mlWasser
- 1.5 TLSalz
- 0.5 TLSchwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die Blätter stapeln, zu einer festen Rolle drehen und quer so fein wie möglich schneiden, in Fäden von ein bis zwei Millimetern. Dieser Schnitt macht aus der Suppe Caldo Verde und keine Kohlsuppe.

- Gehackte Zwiebel und Knoblauch in der Hälfte des Olivenöls bei mittlerer Hitze fünf Minuten glasig dünsten, ohne Farbe zu nehmen.
- Die geschälten Kartoffeln in groben Stücken, das Wasser, das Salz und den Chouriço im Stück zugeben. 20 Minuten kochen, bis die Kartoffeln unter dem Löffel zerfallen.

- Den Chouriço herausnehmen, in dünne Scheiben schneiden und beiseitestellen.
- Die Suppe vollständig glatt pürieren. Sie soll eine dicke, hellgrüne Creme sein: keine Kartoffelstücke, nichts zum Kauen.
- Wieder aufkochen, den geschnittenen Kohl einstreuen und fünf Minuten im offenen Topf garen, damit die Farbe bleibt.

- Vom Herd nehmen, das restliche Olivenöl und den Pfeffer einrühren und mit den Chouriço-Scheiben obenauf und Maisbrot dazu servieren.
Fragen
Original ist Couve galega, ein portugiesischer Blattkohl. Am nächsten kommt Collard, aber auch Grünkohl und Cavolo nero funktionieren. Wichtiger als die Sorte ist der Schnitt.
Der Kohl hat zu lange oder unter Deckel gekocht. Er braucht fünf Minuten in der kochenden Basis, offen, und darf nicht mit der Suppe aufgewärmt werden. Für Reste Basis und Kohl getrennt aufbewahren.
Chouriço weglassen, dafür einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver zur Zwiebel geben und am Ende großzügiger Olivenöl. Von der Wurst braucht man den Rauch, den Körper liefert die Kartoffel.
Pürieren, und zwar ganz. Caldo Verde ist eine glatte Brühe, die Kohlfäden trägt, keine stückige Kartoffelsuppe. Ein Stabmixer reicht, ein Standmixer macht es seidiger.
Broa, das dichte portugiesische Maisbrot, und ein Glas junger Roter. Die Kartoffelbasis hält sich bis zu drei Monate im Gefrierfach; den Kohl nach dem Aufwärmen frisch zugeben, gefroren wird er stumpf.
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