
Hering mit Zwiebeln und Kartoffeln (russische Sakuska)
Hering mit Zwiebeln und Kartoffeln ist eine einfache russische Sakuska: Salzheringsfilets mit rohen Zwiebelringen und warmen gekochten Kartoffeln. Der Fisch wird mit unraffiniertem Sonnenblumenöl und einem Spritzer Essig beträufelt und mit Dill bestreut. Der Kontrast zwischen kaltem, salzigem Fisch und heißen Kartoffeln macht das Gericht aus.
Zutaten
- 400 gSalzhering
- 600 gKartoffel
- 1 StückZwiebel
- 2 ELSonnenblumenöl
- 1 ELWeißweinessig
- 1 Bundfrischer Dill
- 0.25 TLschwarzer Pfeffer
Zubereitung
- Die ungeschälten Kartoffeln in Salzwasser weich kochen (20–25 Minuten), abgießen und noch warm schälen. Warme Kartoffel ist der klassische Partner zum kalten Hering.
- Ist der Hering ganz, filetiere ihn: Haut, Kopf, Innereien und Gräten entfernen. Gekaufte Filets müssen nur in 2 cm große Stücke geschnitten werden.

- Die Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Um die Schärfe zu nehmen, die Ringe 5–10 Minuten in Essig oder kaltem Wasser einlegen, dann abgießen.

- Die Heringsstücke auf einem Teller anrichten und die Zwiebelringe darüber verteilen.
- Mit unraffiniertem Sonnenblumenöl und etwas Essig beträufeln und Pfeffer darübermahlen. Kaltgepresstes Öl gibt dem Gericht sein typisches Aroma.

- Die Kartoffeln halbieren und noch warm daneben anrichten.
- Gehackten Dill darüberstreuen und sofort mit Roggenbrot servieren.
Fragen
Sind die Filets zu salzig, weiche sie 30–60 Minuten in kalter Milch oder Wasser ein — Milch zieht das Salz sanfter heraus und macht den Fisch zarter. Starker kalter Tee geht auch, dessen Gerbstoffe halten das Filet fest. Den Fisch danach mit Küchenpapier trocken tupfen. Leicht gesalzener Hering muss nicht eingeweicht werden.
Der beste Geschmack kommt von leicht oder mittel gesalzenem Fasshering, der saftiger und aromatischer ist. Abgepackte Filets sind bequemer, ohne Gräten, aber der Geschmack ist meist schlichter. Bei ganzem Fisch wähle feste Stücke mit glänzender Haut ohne gelben Film. Gewürzhering geht auch, übertönt aber den klaren Geschmack dieser Sakuska.
Warme, lockere Kartoffel hebt den kalten Salzfisch hervor — dieser Kontrast macht das Gericht aus. Heiße Kartoffel nimmt das Öl und das Dillaroma auf und schmeckt neben dem kühlen Hering noch zarter. Kalte gekochte Kartoffel geht auch, aber der Zauber des Temperaturkontrasts geht verloren. Koche die Kartoffeln in der Schale, damit sie kein zusätzliches Wasser ziehen.
Das Gericht selbst ist glutenfrei: Salzfisch, Kartoffeln, Zwiebel und Öl enthalten kein Gluten. Achte auf die Beilage — Roggen- und Weizenbrot enthalten Gluten, nimm also ein passendes Brot oder lass es für eine glutenfreie Variante weg. Prüfe das Etikett von Gewürzhering: Die Marinade enthält manchmal Gerstenmalz oder Verdickungsmittel.
Lege die Filetstücke überlappend entlang eines schmalen Tellers, darüber Zwiebelringe und Öltropfen. Warme Kartoffeln kommen daneben oder darum herum, mit Dill bestreut. Für einen festlichen Look gib Spalten gekochtes Ei, eingelegte Zwiebel oder Senfkörner dazu. Gekühlt mit Scheiben Roggenbrot servieren.
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