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Kokosmakronen: Eiweiß, Kokosraspeln — Deutschland · Rezept
Deutschland · Back- und Süßwaren · Vegetarisch

Kokosmakronen

Kokosmakronen sind kleine deutsche Plätzchen aus geschlagenem Eiweiß, Zucker und Kokosraspeln, die als Häufchen auf dünnen essbaren Oblaten gebacken werden. Mit dem französischen Macaron haben sie trotz des ähnlichen Namens nichts zu tun. Das Eiweiß wird zu steifem Eischnee geschlagen, bevor die Kokosraspel untergehoben werden, und die ganze Masse wird anschließend kurz im Wasserbad erwärmt – das dickt sie so weit an, dass sie im Ofen eine hohe Kuppel hält statt breitzulaufen. Bei niedriger Hitze gebacken werden die Spitzen goldbraun und knusprig, während die Mitte weich und leicht zäh bleibt, eher wie ein Kokosbaiser als ein Keks.

45 Min 200 kcal 10 Pers Mittel🌿Vegetarisch🇩🇪Deutschland Zum Rezept★★★★★5.0· 1 Bewertungen
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Zutaten

PortionenMetrisch
  • 3 Eiweiß (Größe M)
  • 1 PriseSalz
  • 150 gZucker
  • 8 gVanillezucker (1 Päckchen)
  • 200 gKokosraspel
  • 30 Backoblaten

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze (130°C Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Backoblaten darauf verteilen, mit etwa 2 cm Abstand, damit jede ihre eigene Unterlage hat.
  2. Das Eiweiß mit dem Salz in eine saubere, fettfreie Schüssel geben und mit dem Mixer auf höchster Stufe zu sehr steifem Eischnee schlagen: Die Masse muss beim Anheben der Rührstäbe aufrecht stehen bleiben und darf beim Kippen der Schüssel nicht rutschen. Schon eine Spur Fett oder Eigelb in der Schüssel verhindert, dass das Eiweiß richtig steif wird, deshalb im Zweifel die Schüssel vorher mit etwas Zitrone oder Essig auswischen.
  3. Ohne den Mixer abzuschalten, den Zucker und den Vanillezucker in dünnem Strahl einrieseln lassen und weitere 4 bis 5 Minuten schlagen. Der Eischnee soll dick, glänzend werden und feste Spitzen bilden; etwas davon zwischen zwei Fingern reiben, und falls noch Körner zu spüren sind, eine weitere Minute schlagen, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
    Fester glänzender Eischnee steht in einer Spitze an den Rührbesen für Kokosmakronen
  4. Die Kokosraspel mit einem Teigschaber in weiten Bewegungen unter den Eischnee heben, nicht mit dem Mixer. Aufhören, sobald keine trockene Kokosraspel mehr zu sehen ist: Zu langes Rühren schlägt hier die Luft aus dem Eischnee, und genau diese Luft sorgt dafür, dass die Makronen eine hohe Kuppel halten, statt breitzulaufen.
  5. Die Schüssel über einen Topf mit knapp siedendem Wasser stellen, ohne dass der Boden das Wasser berührt, und 3 bis 5 Minuten ständig rühren. Die Masse muss sichtbar andicken und leicht glasig und glänzend werden; sie fühlt sich lauwarm an, nicht heiß, deutlich unter 60°C. Genau dieser Schritt unterscheidet gewöhnlichen Eischnee von einer richtigen Kokosmakrone: Das sanfte Erwärmen festigt die Masse, sodass die Häufchen ihre Form halten und im Ofen von innen trocknen, statt Flüssigkeit zu verlieren und flach zu werden.
    Kokosmakronenmasse wird in einer Glasschüssel über einem Topf mit siedendem Wasser auf dem Herd erwärmt
  6. Mit zwei Teelöffeln oder einem Spritzbeutel mit glatter Tülle die warme Masse in Häufchen von etwa 15 g (ein gehäufter Teelöffel) — die Masse wiegt rund 450 g und reicht für alle 30 Oblaten — auf die Oblaten setzen und dabei eine Spitze aufbauen, statt sie flachzudrücken.
    Mit zwei Teelöffeln werden spitze Häufchen der Kokosmakronen-Masse auf Oblaten geformt
  7. Blech für Blech in der Mitte des Ofens 18 bis 20 Minuten backen. Die Makronen sind fertig, wenn Spitzen und oberer Rand hellgolden werden; Mitte und Boden sollen blass bleiben, und beim leichten Andrücken fühlt sich das Innere noch weich an. Werden sie zu schnell braun, das Blech für die letzten Minuten locker mit Alufolie abdecken.
  8. Die Makronen vollständig auf dem Blech auskühlen lassen, bevor man sie ablöst: warm sind sie zerbrechlich, und der Boden kann reißen. Ausgekühlt haben sie eine zähe, leicht klebrige Mitte unter einer knusprigen Spitze; in einer gut schließenden Blechdose aufbewahren.

Fragen

Die Kokos-Eischnee-Masse war beim Backen noch zu flüssig. Wer das Wasserbad auslässt oder nur eine Minute erwärmt, hat noch fast reinen Schaum und flüssiges Eiweiß vor sich, das im Ofen breitläuft und Flüssigkeit verliert, bevor die Außenseite Zeit hatte, fest zu werden. Die Schüssel zurück ins Wasserbad stellen und noch 2 bis 3 Minuten rühren, bis die Masse sichtbar andickt und leicht glasig und glänzend wirkt, fast wie dicke Marmelade, bevor man die nächste Ladung formt. Ein zu kühler Ofen hat denselben Effekt, deshalb die tatsächliche Temperatur lieber mit einem Backofenthermometer prüfen als nur der Anzeige zu vertrauen.

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